Jahnschule Hünfeld

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Mediation

  • Im Rahmen der Nachmittagsbetreuung werden von als Mediatoren ausgebildeten Lehrern der Jahnschule Streitschlichter ausgebildet.
  • Die Ausbildung wird durch Fortbildungen und Trainingstage von Lehrern und Schülern ergänzt.
  • Die Streitschlichter stehen in jeder SV-Stunde und bei Bedarf auch kurzfristig für Schlichtungen zur Verfügung.
  • Die 5. Klassen bekommen bei der Einschulung Streitschlichterpaten. Sie unterstützen die Arbeit der Klassenlehrer in den SV-Stunden.
  • In der 5./6. Klassen werden 3 Projekttage zur Mediation durchgeführt. Als Mediatoren ausgebildete Lehrer der Jahnschule arbeiten mit den Klassenlehrern zusammen. Schwerpunkte sind die Bildung einer Klassengemeinschaft und die Stärkung des Selbstvertrauens.

 

Streitschlichter an der Jahnschule

Was sind Streitschlichter?

  • Streitschlichter sind Schüler und Schülerinnen, die bei einem Streit zwischen Schülern vermitteln.
  • Sie haben dazu eine Ausbildung gemacht.
  • Sie sind wie Schiedsrichter immer neutral und verschwiegen.

Wann kann man sich an die Streitschlichter wenden?

  • Wenn man mit jemandem Streit bekommen hat und den Streit nicht allein lösen kann.
  • Wenn beide Streitenden möchten, dass der Streit beendet wird, sie aber nicht wissen, wie sie eine gerechte Lösung finden können.

 

Wo kann man die Streitschlichter finden?

  • Man kann sie in der Schule direkt ansprechen. Im Eingangsbereich hängen ihre Namen mit Foto aus. Jede 5. Klasse hat Streitschlichterpaten.
  • Man kann seinen Klassenlehrer ansprechen und um Vermittlung bitten.
  • Man kann sich an die Lehrer/Innen wenden, die die Streitschlichter ausbilden und betreuen.
  • Man kann einen Zettel in den Schlichtungskasten im Sekretariat werfen.

Wie läuft eine Schlichtung ab?

  • Die Streitschlichter vereinbaren einen Termin. Es gibt einen Dienstplan der Streitschlichter, der am Mediationsraum aushängt.
  • Das Gespräch findet in der SV-Stunde im Mediationsraum R 129 statt.
  • Am Ende der Schlichtung wird ein Vertrag gemacht, der von allen Beteiligten unterschrieben wird.
  • Die Einhaltung der Vereinbarung wird von den Schlichtern überprüft.

 

Prinzipien der Konfliktlösung

  • Überlege! Was wollen die Konfliktparteien erreichen?
  • Kümmere dich um das Problem, nicht um die Person.
  • Es geht nicht um Schuld oder Strafe.
  • Es gibt mehrere Wahrheiten und Sichtweisen.
  • Überlege dir mehrere Lösungsmöglichkeiten.
  • Die Lösung wird von den beiden Parteien gefunden.
  • Bei der Lösung gibt es nur Gewinner und keine Verlierer.
  • Streitschlichter können nur helfen. Sie überwachen die Regeln im Schlichtungsgespräch.


No-Blame-Approach

Seit einigen Jahren gibt es neben den Streitschlichtern ein Anti-Mobbing-Projekt, das sich mit Schüler/innen beschäftigt, die sich in der eigenen Klasse unwohl fühlen und gezielt durch Mitschüler/innen immer wieder gemobbt werden.
 
Hierbei wird bewusst auf Strafen und Schuldzuweisungen verzichtet, sodass gemeinsam mit einem Teil der Klasse daran gearbeitet wird, die Situation für das betroffene Kind zu verbessern. So wird auf die Ressourcen und Fähigkeiten der Kinder vertraut, um eine wirksame und nachhaltige Unterbrechung des Mobbings herbeizuführen.
 
Zu Beginn des Projekts steht ein Gespräch mit dem betroffenen Kind, wobei die genauen Details der Mobbingsituation nicht im Vordergrund stehen. Das Kind kann selbst entscheiden, ob es an dem Projekt teilnehmen möchte. Anschließend wird gemeinsam mit dem Klassenlehrer eine Gruppe entwickelt, die gemeinsam unter Anleitung der Lehrkraft daran arbeitet, dass sich die Situation für das gemobbte Kind verbessert. Hier können unterschiedlichste Lösungsansätze erarbeitet werden, die individuell auf die jeweilige Situation abgestimmt werden können. Nach ungefähr zwei Wochen findet ein erstes Nachgespräch mit allen Beteiligten statt, sodass sich möglicherweise weitere Vorgehensweisen ergeben.
 
Laut einer Evaluation des Bundes für Soziale Verteidigung konnte Mobbing mit Hilfe dieses Projektes in 87,3% aller Fälle erfolgreich gestoppt werden.
(Quelle: http://www.no-blame-approach.de/ergebnisse_evaluation.html)


Suchtprävention an der Jahnschule

Der Arbeitsbereich „Sucht- und Gewaltprävention“ ist an der Jahnschule Hünfeld seit vielen Jahren fest im Schulprogramm etabliert. Im Juni 2013 erhielt die Schule daher das Teilzertifikat „Sucht- und Gewaltprävention“, welches ein Teilbereich des Zertifikates „Gesundheitsfördernde Schule“ ist.

Besonders Jugendliche kommen häufig mit Suchtmitteln in Kontakt, daher ist es  wichtig Sensibilität zu schaffen und die Jugendlichen aufzuklären. Suchtprävention soll Schüler/innen sensibilisieren, so dass sie Verantwortung übernehmen und gesundheitsbewusst handeln.

In unserer Präventionsarbeit bezieht sich die Jahnschule vor allem auf die Entwicklung der Sozialkompetenz und der Selbstkompetenz. So ist es enorm wichtig, dass Kinder lernen soziale Beziehungen aufzubauen, diese zu gestalten und aufrechtzuerhalten. Außerdem sollen sie lernen sich selbst realistisch einzuschätzen und Selbstbewusstsein aufbauen. Dies geschieht beispielsweise in den Klassen 5 und 6 durch Mediationstage mit den Themen „Das eigene Selbstbewusstsein stärken“, „Meine Klasse und ich“ oder auch „Umgang mit Konfliktsituationen“ erarbeitet.

Konkrete Suchtprävention findet besonders im Fach Biologie in Klasse 7 statt. Im Mittelpunkt steht hier auch eine Persönlichkeitsentwicklung der Schüler/innen. Es ist wichtig, dass den Kindern ein hoher Lebensweltbezug deutlich wird und sie erkennen, wie schnell man in eine Abhängigkeit geraten kann und welche Auswirkungen diese hat (physisch und psychisch). Des Weiteren sollten die Kinder sensibilisiert werden und zum verantwortungsvollen Umgang mit Suchtmitteln angeregt werden. Wichtig ist es verschiedene Situationen, wie sie im Alltag oft passieren, zu reflektieren und Lösungen zu erarbeiten. Generell arbeitet unsere Schule in Biologie vermehrt mit Materialien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Auch andere Fächer thematisieren Suchtproblematik an Verhaltensweisen von Personen in Verbindung mit Suchtmitteln oder auch Gewalt und reflektieren diese. So werden auch eigene Wünsche, Gruppenzwang und der Verlauf von Suchtkrankheiten thematisiert.

Zusätzlich können in den Klassen 8 und 9 bestimmte Projekttage zum Thema organisiert werden. Hier gab es beispielsweise Theatervorstellungen der Kulturschule Leipzig  zu den Themen „Alkohol“ oder „Drogen“. Auch die Fachstelle für Suchtprävention führte bereits mehrfach den Alkohol-Präventionsworkshop (Tom & Lisa)  für die Klassen 8 und 9 durch. Dabei steht der Erwerb einer Risikokompetenz im Umgang mit Alkohol im Mittelpunkt.